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Fahrradhilfsmotoren

Der erste von Gockerell entwickelte Fahrradhilfsmotor war wie seine späteren Konstruktionen einzylindrig. Der Motor hatte 110 cm³ und einen Nasenkolben. Dieser Motor wies quadratische Maße von 52 mm Bohrung und Hub auf.  Versorgt wurde der Motor durch einen schwimmerlosen Vergaser und einem mit Kette angetriebenen Standmagnet. Die Leistung betrug etwa ein PS bei 2000 U/min, was für ca. 40 km/h reichte. Dieser Motor wurde auf dem Gepäckträger montiert und die Kraft wurde auf das Hinterrad übertragen mittels Keilriemen.

Fotos: www.meisterdinger.de

     

Der Motor besaß wie die anderen Konstruktionen auch ein Leichtmetall Gehäuse, mit seitlichen Anschlussdeckeln. Am Hals des Gehäuses wurde der Vergaser und Auspuff montiert. Wohl dachte Fritz Gockerell auch an den ausländischen Markt. So lies er extra Prospekte in englisch drucken.

Hergestellt wurden diese Motoren in einer Schwabinger Werkstatt. Partner waren hier Helmut Lettnar und Karl Adam, die hatten bereits auf Gockerell Motorräder  sportliche Erfolge erbracht.

L I L I P U T 

Bereits im Jahr 1923 entwickelte Gockerell seinen ersten Fahrradhilfsmotor, den er "Liliput" nannte. Später wurde dieser Markenname von der Firma Herkules übernommen welche einen 74 cm³ Sachs-Motor verwendeten. Gockerells "Liliput"  hatte eine Bohrung von XX mm und eine Hub von XX mm. Die Leistung betrug ca. 1 PS.

K O L I B R I 

Das andere Fahrradhilfsmotoren Modell wurde mit dem Markennamen "Kolibi" bezeichnet. Dieses Modell wurde Ende der 20er Jahre angeboten. Der Kolibri besaß 44 cm³ und etwa ein 1/4 PS. Auch wie beim "Liliput" funktionierte der Antrieb über eine Kette auf das Vorderrad.

R E K O R D

Im Jahr 1932 wandte er sich erneut dem Zweirad zu und so entstand der  "Rekord", ein 60 ccm Motor mit einem Hub-/Bohrungsverhältnis von 38mm /45mm und mit 1 PS Leistung, der für die Montage auf jedem Fahrrad konzipiert war. Der Motor hatte ein Gewicht von 5 kg und konnte somit über dem Vorderrad angebracht werden. Der Verbrauch war mit 1,5-2 Litern und die Höchstgeschwindigkeit mit 30 km/h angegeben. Dieses Konzept fand keine Investoren und so suchte Gockerell intensiven Kontakt, leider ebenfalls ohne Erfolg, zu "Fichtel & Sachs".  Sehr wartungsfreundlich und günstig herzustellen war dieser Motor. Der bestand nur aus zwei Motorgehäusehälften in der eine Zylinderlaufbüchse gespannt war. 

 

Wie hier bei der Adresse auffällt, wurden die Record Modelle teilweise in Ulm vermarktet. Dort lebte Fritz Gockerell einige Zeit, bis er dann wieder in seine Heimat München zog. Während seiner Zeit in Ulm führte er auch einen umfangreichen Prozess gegen die Ulmer Firma Hirth, welche seine Fahrradhilfsmotoren kopierten und verkauften. 

 

 

 

Restaurierter Motor des Autors, an einem Adler Fahrrad, leider nicht mit originalen Auspuff und Antrieb

P I C C O L O

Die letzte Fahrradhilfsmotoren Konstruktion trug den Markennamen "Piccolo". Dieser Motor hatte auch 0,25 PS und war noch einfacher in der Konstruktion. Der Kettenantrieb auf das Vorderrad wurde durch eine Treibrolle ersetzt. Später konnte diese Konstruktion unter dem Namen Rex bis in die 60er und 70er Jahre im Straßenverkehr angetroffen werden. Beim "REX" war Gockerell bei der Konstruktion mit beteiligt. Von Gockerells "Piccolo" wurden nur wenige Modelle hergestellt, vermutlich waren es nur Vorserien. Diese Bilder hat André Schneiders zur Verfügung gestellt

Cockerell Piccolo montiert auf Damenfahrrad

 

 

 

 

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